Die Geschichte

Die Sehnsucht nach dem Süden, der Wärme, den intensiven Farben, wohlriechendem Lavendel, schmackhaftem Essen und natürlich dem guten Wein haben Eva und Hans-Jürg Schläppi vor über 30 Jahren nach Saint-Montan, Ardèche, gelockt. Seit 1991 bauen sie auf dem Domaine SERILLON Wein in der Côtes du Vivarais an.

Aus Freude am Degustieren nahm Hans-Jürg Schläppi zusammen mit seiner Frau Eva bereits in jungen Jahren an Austragungen der Schweizer Meisterschaft im Blinddegustieren teil, wo es beide in vorderste Ränge schafften. Im Jahre 1987 erwarben sie ein typisch provenzalisches Bauernhaus (MAS provençal) in der Gemeinde Saint-Montan rund 35 Kilometer nördlich von Châteauneuf-du-Pape mitten in der AOP Côtes du Vivarais.

Warum gerade in der südlichen Ardèche? Man kann guten Gewissens das Departement Ardèche als eine der noch ursprünglichsten Regionen des Landes bezeichnen. Die hügelige Gegend, im Frühsommer von goldgelben Sonnenblumen und violetten Lavendelfeldern geprägt, erinnert mit ihren abwechslungsreichen Landschaften ein wenig an die malerischen Regionen der Toskana. Im Jahre 1991 pflanzten die Schläppi‘s die ersten eigenen Reben: Viognier, Marsanne, Grenache blanc, Syrah, Cabernet-Sauvignon, Merlot, Carignan und starteten mit einer relativ geringen Fläche von 0.5 Hektaren. Von Anfang an verzichtete Hans-Jürg Schläppi auf die AOP Côtes du Vivarais, damit er unabhängig von der französischen Verwaltung die ihm wichtigen Traubensorten pflanzen konnte. Damals wurden auch Trauben zugekauft, um verschiedene Herstellungstechniken testen zu können, alles im Sinne einer learning by doing Taktik. Über all die Jahre hinweg dominierte das Bestreben, das Potential der Trauben voll auszuschöpfen, um eine optimale Qualität zu erzielen, was Investitionen in modernste Kellertechnik erforderte. An der Basis eines guten Weins liegt ganz klar die Traube, welche in gesundem, perfektem Zustand zur weiteren Verarbeitung in den Keller geliefert wird.

Heute umfasst das Gut SERILLON rund 4 Hektaren Reben und produziert, alles in Handarbeit, 8‘000 bis 10‘000 Flaschen pro Jahr. Es wurden über die Jahre Parzellen dazugekauft und auch gepachtet, wobei die ältesten Reben über 50 Jahre und die jüngsten ca. 25 Jahre alt sind. Die Rotweine machen rund 60%, die Weissweine 30% und die Rosés 10% der Produktion aus.